Eine Mitarbeiterin der ersten Stunde
„Im Jahr 1960 habe ich angefangen, ...
... bei der Firma Blitz-Blank zu arbeiten. So hieß Bockholdt ja früher. Bei meinem Kaufmann hatte ein Zettel an der Kasse geklebt. Auf dem stand: „Reinigungskräfte gesucht“. Er erzählte mir, dass Hans Bockholdt ein Bekannter von ihm sei, der eine neue Firma gründen würde. Das gefiel mir sehr und das Geld konnten wir zu der Zeit auch gut gebrauchen. Also habe ich da angerufen und konnte gleich am nächsten Tag anfangen.
Ich glaube, ich war die Vierte, ...
... die bei Blitz-Blank eingestellt wurde. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen. Jedenfalls gab es dann zwei blaue Kittel und 1,56 DM Lohn die Stunde. Selbstverständlich musste man dafür viel arbeiten, aber das hat auch Spaß gemacht. Mein erstes Objekt war das Krankenhaus Süd. Da haben wir die Treppenhäuser, Flure, Schwestern- und Ärztezimmer geputzt. Und nachher habe ich bei Schwester Frida die ganze Ambulanz gereinigt.
Der Chef hat damals noch...
... wie selbstverständlich selbst den Bohnerbesen in die Hand genommen. Oft kam er aber auch mit Pralinen oder Kuchen und hat mit uns eine kleine Pause gemacht. Das war natürlich ganz besonders schön. Herr Bockholdt war einfach ein netter Mann. Schnell sagte er dann auch: „Macht mal Reklame, dass noch mehr Leute kommen.“ Und da meine Nachbarin bereits gefragt hatte, ob sie nicht auch bei Blitz-Blank anfangen kann, nahm das dann wohl so seinen Lauf. Die 7.000 Menschen, die heute bei Bockholdt arbeiten, müssen aber bestimmt sehr viel mehr können als wir damals.“

